Headline

zurückHomeweiter
Feisternachtbachtal

Charakteristisch für die Oberflächenformen der Kannenbäcker Hochfläche sind langgestreckte, südwest-nordost verlaufende Höhenrücken (Riedel), die von engen Kerbtälern begrenzt werden. An ihrer südwestlichen Spitze bricht die fast ebene Fläche jäh ab. Auf kurze Distanz wird eine Höhendifferenz von ca. 160 m überwunden. Liegen die Wirtschaftsgebäude des Wandhofs noch in einer Höhenlage von ca. 245 m ü.NN, so liegt der Wallfahrtsort Schönstatt nur noch 85 m ü.NN. Der Weg über den Höhenrücken führt an der Tongrube Höhrer Löcher vorbei. Hier wird der Rohstoff gewonnen, der das Kannenbäckerland so berühmt gemacht hat. Mehrere Meter mächtig sind die Ablagerungen von weißem Ton, der zu einer Zeit entstand, als bei uns noch subtropisches Klima herrschte (Tertiär). Gelegentlich sind in den Ton eingelagerte Braunkohlenbänder zu erkennen. Monumentale Bauten auf dem Berg Schönstatt zeugen von der religiösen Bedeutung der Schönstattbewegung. Neben dem futuristisch anmutenden Pater Kentenich Haus, einem 1986 errichteten Museumsbau für den Gründer der christlichen Bewegung, fällt noch besonders die Anbetungskirche Zur Heiligen Dreifaltigkeit auf. Das gewaltige Kirchengebäude wurde 1968 nach Plänen des Architekten Alexander Frhr. v. Branca aus München erbaut, der auch das Pater Kentenich Haus entworfen hat. Im Tal Schönstatt stehen u.a. die Gnadenkapelle, der Ausgangspunkt der Schönstattbewegung, der Turm der ehemaligen Marienkirche (um 1220), die Theologische Hochschule, das Alte Haus mit einem Kellergewölbe des Ostflügels des alten Klosters (1656-62) und das Pallottihaus, eine Bildungs- und Exerzitienstätte der Pallottiner. Das enge, idyllische Tal des Feisternachtbaches ist eines der für das Rheinische Schiefergebirge charakteristischen Kerbsohlentäler. Auf dem z.T. versumpften Talboden wachsen blumenreiche Feuchtwiesen und ökologisch bedeutsame Hochstaudenfluren. Im Mittellauf des Baches, dort wo das Tal noch enger wird, liegen ein Bauernhof, Teichanlagen und das Ausflugslokal Bembermühle.