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Köppelwanderweg

Die Montabaurer Höhe, ein langgestreckter Höhenzug aus hartem Quarzit, beinhaltet gleich drei Berggipfel, die Höhen von mehr als 500 m ü.NN aufweisen. Neben der Alarmstange sind dies der Köppel (540 m) und die Basaltkuppe des Lippersbergs (535 m). Lauschige Bach- und Wiesentäler, gestaltvolle Erhebungen mit herrlichen Fernblicken, aber auch die ausgedehnten Waldungen laden zu längeren Wanderungen ein. Prächtige Rotbuchen-Hallenwälder, Mischwälder und Nadelholzforste bedecken ein zusammenhängendes Gebiet von ca. 40 km², immerhin 1/7 der bewaldeten Fläche des Naturparks. Die Rot-Buchenwälder sind Teil der ursprünglichen Vegetation der Montabaurer Höhe. dort, wo die Böden wenig Nährstoffe enthalten, wächst der krautschichtarme Hainsimsen-Buchenwald. Der Perlgras- und Zahnwurz-Buchenwald gedeihen auf gut mit Nährstoffen versorgten Standorten. vor allem der letztgenannte Waldtyp bringt im Frühjahr eine prachtvoll blühende Bodenflora hervor. Von der menschlichen Nutzung unserer Wälder zeugen die Nadelholzforste, stehen doch die immergrünen Fichten und ihre Verwandten landschaftfremde Elemente im Reich der laubwerfenden Rot-Buche dar. Auf dem schmalen Plateau des Köppels wurde 1966 ein Aussichtsturm erbaut. In den folgenden Jahren kam eine gut ausgestattete Gaststätte hinzu. Von den Plattformen des Aussichtsturmes läßt sich in südlicher Richtung fast der gesamte Naturpark überblicken. Im Westen sind die Vulkane in der Pellenz zu sehen, und dahinter erheben sich die Höhenzüge der Eifel. Über den Rhein hinweg sichtbar ist der Hunsrück. Nordöstllich des Aussichtspunktes liegt die Montabaurer Senke. Nachfolgend schließen sich der obere und der Hohe Westerwald an. bleibt für den Rückweg noch genügend Zeit, so sollte der nordöstlich um den Köppel herum führende Weg beschritten werden. Er führt in die erst 1975 zur Stadt erhobenen Gemeinde Ransbach-Baumbach, die dank ihrer zahlreichen Fabrikationsstätten für die Herstellung von Gebrauchs- und Zierkeramik weithin bekannt ist. Nach dem Durchschreiten der Stadt hält im Juni der "Wasserrosenweiher" für den Pflanzenfreund einen Leckerbissen bereit. Der in diesem Monat von den weißen Blüten der Seerose überzogene Fischteich gehört zur Kette der vier im Quellgebiet des Brexbachs befindlichen Landshuber Weiher, die bereits 1666 angelegt wurden.