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Montabaur

Der Weg führt quer über die Montabaurer Höhe hinweg bis an den Ostrand des Waldgebiets. Hierbei kommt man an der 1967 erbauten Thielshütte und der Alarmstange vorbei. Unter Napoleon wurde hier 1809 eine Signalstange errichtet. Zur Zeit des preußischen Generals von Müffling, unter dem die erste exakte Landkarte des Gebiets erstellt wurde, existierte hier einer der bedeutenden Vermessungspunkte. Großformatige Schilder machen auf diesen historischen Ort aufmerksam. An der östlichen Waldgrenze öffnet sich der Blick zur Montabaurer Senke, der wichtigsten Tonbergbauregion Mitteleuropas. Die junge Kreisstadt des Westerwaldkreises hat eine sehr alte Tradition. Das genaue Gründungsalter der Siedlung ist bis heute unbekannt. Fest steht lediglich, daß an dieser Stelle bereits ein fränkisches Dorf namens Humbach existierte, als die Franken 260 n. Chr. den Limes durchbrachen und die Römer aus dem westlichen Westerwald vertrieben. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Straßenfeste, die die historische Handelsstraße Trier Koblenz (Humbach) Limburg Wetzlar Thüringen sicherte, (959 n Chr.) 1018 verkauften die Konradiner Humbach an das Erzstift Trier. Unter dem Erzbischof und Kurfürst Dietrich II. von Wied (1212 bis 1242) wurde die Burg wehrhaft ausgebaut. Da ihn der Anblick der wohlgeformten Basaltkuppe an den biblischen Berg Tabor erinnerte, nannte Dietrich die Befestigungsanlage Mons Tabor hieraus entwickelte sich der heutige Name der Stadt Montabaur. Seit 1291 besitzt Montabaur das Stadtrecht. Bereits im Mittelalter florierten Handel und Gewerbe, und die Stadt nahm im Westerwald eine zentrale Stellung ein, die sie bis in unsere Tage behielt. Heute hat die Stadt ca. 11500 Einwohner und ist mit ca. 34000 Einwohnern die größte Verbandsgemeinde in Rheinland-Pfalz. Als Kreisstadt sind hier zahlreiche Behörden und andere Dienstleistungsunternehmen angesiedelt. So beherbergt beispielsweise das Schloß, das nicht besichtigt werden kann, die Akademie der Volksbanken und Raiffeisenbanken.