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Natur
Wie eine starke Klammer verbindet der Naturpark Nassau die beiden
rechtsrheinisch gelegenen Teilräume des Rheinischen Schiefergebirges Westerwald und
Taunus. In imposanten Windungen durchströmt die Lahn das Gebiet bildet gleichsam das
Rückgrat zwischen den Naturräumen Unterer Westerwald im Norden und dem westlichen
Hintertaunus im Süden. Das abwechslungsreiche Bild der Kulturlandschaft in dem 590 km²
großen Naturpark wird geprägt von ausgedehnten, oft noch naturnahen Laubholzwaldungen,
Äckern, Wiesen, idyllischen Dörfern, umgeben mit einem Kranz von Streuobstwiesen und
Verkehrswegen. Die Landschaft lebt aber auch von den naturgegebenen Gegensätzen. In die
meist nur wenig bewegten Hochflächen haben die der Lahn bzw. dem Rhein zuströmende
Bäche und Flüsse tiefe, steilwandige Kerbtäler hineingesägt. Hier lassen sich die
Gesteine, die den Sockel dieses herrlichen Mittelgebirges bilden, besonders leicht
erkennen. Die im Erdzeitalter des Devon in einem mächtigen Meer abgelagerten
Schichtenfolgen wurden nachfolgend zu Sandsteinen, Grauwacken und Quarziten umgeformt. Ein
ca. 1000 km langes, gut ausgebautes und beschildertes Wanderwegenetz erlaubt es die
beschaulichen Reize der drei Kernzonen des Naturparks sowie seiner übrigen Landschaften
ausgiebig kennenzulernen. Dabei kann der ausdauernde Wanderer eine Höhendifferenz von 481
m überwinden, liegt doch der niedrigste Geländepunkt am Rhein bei 64 m u.NN, während
der Gipfel der höchsten Erhebung, die Alarmstange auf der Montabaurer Höhe, immerhin 545
m ü.NN erreicht. |
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